Samstag 20:00 h

REBECCA LOU + LINHAY

REBECCA LOU:
That the wildness of rock can’t be paired with the brightness of pop music is a stubborn myth. Rebecca Lou destroys that myth completely.
She knows how to make trashy punk with doom guitars and heavy leather jackets, but her music also has a strong connection to pop’s aesthetics with mellow chords, elegant melodies and hooks that will stick to your brain like a stubborn pop song.
»I love rock, and it’s a huge part of who I am, but my heart beats for pop as well. I love grandiosity and catchy melodies, and the story of a song is also very important to me«, says Rebecca. Rebecca Lou conveys strong messages of self love and courage that she hopes will encourage others to be who they really are.
Rebecca Lou released her debut EP ‘Skeletons’ in 2018 and played her first show at Roskilde Festival in 2019. Since then Rebecca Lou has been touring Denmark, Germany, Austria and London playing shows at Spot Festival (DK), Reeperbahn (DE) and Waves Vienna (AT). Her music has been featured on Spotify playlists like ‘Volume Maximo’,
‘Fierce Femmes’ and ‘New Music Friday UK’.
In 2020 Rebecca Lou appeared on the single ‘This Time Of Year (Wake Me Up When December Ends)’ which ended up being named one of the best songs of the year by Danish Soundvenue.
 
 
LINHAY:
Linhay sind vier Freunde aus Kiel, die seit Ende 2016 versuchen, das Schöne und den Zweifel zu vereinen. Als stilistischer Fluchtpunkt lässt sich der klassische Midwestern Emo (American Football, Mineral, Sunny Day Real Estate)verstehen, der jedoch durch Anleihen aus Alternative und Indie zu einem modernen Sound erweitert wird, der nicht bloße Reminiszenz ist, sondern eine Eigenständigkeit behauptet. Nach der Demo You & I(2017), diversen Konzerten und einer Tour mit Band Shun(2018) erschien Ende 2019 die Split EP &mit der Band Eastüber Midsummer Records. Am 03.07.2020 erschien die eigenständigeSoli-Single The Strangest Dreamüber Bandcamp.Am 04.09.2020 erschienihr Debutalbum mit dem Titel On How To Disappear.
On How ToDisappear
Das Debutalbum der Kieler Band ist ein echtes Emo-Album. Daran besteht kein Zweifel.Man könnte sicherlich Vergleiche heranziehen, um den geneigten Hörer*InnenKinnwasser zu bescheren. Es ist aber gar nicht nötig, die Rohheit Mineralsoder die Melodieverliebtheit von Jimmy Eat World (Clarity) zu bemühen. Ungeachtet dessen, dies hiermit doch getan zu haben, ist es aber einleuchtender, die Treffsicherheit Linhays zu erkennen. Der Midwestern-Vergleich liegt zwar nahe, dennoch präsentiert die Band ein emanzipiertes Emoalbum. Mit anderen Worten: Linhay leugnen nicht ihre Referenzen, vermögen es aber,sie in ein zeitgemäßes Gewand zu kleiden und in ein sich selbst ruhendes Kleinod zu verwandeln. Dabei biedern sich die Songs nicht an, vielmehr wird den Hörer*Innen Zeit und Raum gelassen, um sich auf die stilsicher-melancholischen Tagträumereien einzulassen. Dieser scheinbareEskapismus, der auch im Albumtitel suggeriert wird, entpuppt sich jedoch nicht alsfatalistischer Abschiedsgruß –in Sichtweite verschwinden, wofür Zerbrechlichkeit zur Chiffre wird, lautet die Losung.Instrumente und Stimmen verschwimmen zu sphärischen Malereien, Tempowechsel verändern die Form der Stücke –Emo, so wie er sein sein soll. Fast. Das Kokettieren mit Postrock-Elementen und schrammelige Pop-Punk-Faustkämpfe erweitern das Spektrum in angemessener Dosierung. Das Interludemit dem bezirzend schönen Namen A slightly disorientated Butterflystellt dahingehend einheimlichesHighlight dar, so etwas wie dernerdige Kuss eines Doublebass-spielenden Tapirs. Linhay müssen es ironisch meinen, wenn sie singen „I donˋt wanna be myself anymore“, alles andere wäre eine grobe Fehleinschätzung hinsichtlich des stilsicheren Albums.Thisis forever, this is forever, this is for now!
(T: Armin Wondra)

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